IT-Infos - Die Freigenossen in aller Welt
Lenz 1475
De Burkl und i sin in diesem Frühjohr z Miranda gsi um de Rote Fuscht un speziell em Viek gege so en eelende Haagseicher vo Raubritter z helfe, weller au noch trefflicherweis "von de Gier" ghiesse hett. Mir hän dann selli Burg aagriffe un feschtgstell, dass die Hälfti vo de Besatzig vollgsoffe war un so hämmer glei die erste zwei Tore niedergrannt, die Burkl und i immer vorne weg. Am Haupttor vo seller Feschtung habbe ma uns dann erscht emol die Zähn usgbisse und hän dann entschiede, dass es besser wär zunächscht ä gscheits Quartier z nehme. Des hab i dann au glei in d Händ gnomme un nach ner ruhige Nacht mit Bier und ämmädinger Obschtler hän so e paar Lütt e Schleuder un e Feldschlange postiert un derdemit s Tor zsammegschosse. Als es dann nur noch emol e Huffe Grümpel war simmer neigstürmt, abber de Feind hätt Engscht ums Läbe kha und sich wahnsinnig gwehrt, so dass ma de Aagrif hän abbreche müsse. S ware au e paar arge Haasefüss unter de eigeni Lütt, so dass ma die Burg nit im Handstreich nehme konnte, des wär uns abber mit 20 Freygnosse nit passiert! Mir hän die Feschte dann endlich erstürmt bekomme, aber de von de Gier hätt sich an nem Seil vom Turm davon gmacht und konnt entkomme. Trotzdem habbe ma dann e riese Fescht gfeiert un de Burkl und i sin jetzt stolzi Teilhaber an selleri Burg in Miranda, wer weiss wozu dess nochemol gut isch.

Verzählt vom Holzer Urs, im Lenz 1475


November vieresiebzig
Peterma und i sin nach Oscheheim greist, nachdem uns dr Frieder vu enere Kloschtr verzählt hät. Do sots Büecher un Brief gä, wie dass mr mit sellem Werwolf umgeh ka. S war es Kloschter St Maternus.

Kilian Meyer, November vieresiebzig


September 1474
Ich wurde von seiner Durchlaucht Kaiser Friedrich geschickt die Vorgänge im Breisgau in Augenschein zu nehmen. Seiner Majestät war zu Ohren gekommen, dass es eine Möglichkeit gäbe den Peter von Hagenbach zu verurteilen. Zwar war dieser zum Zeitpunkt dieser Nachricht noch auf freiem Fuß und Vogt zu Breisach, aber das Volk redet. Also machte ich mich auf den Weg nach Freiburg. Dort erhielt ich Neuigkeiten, dass es einer Gruppe Aufständischer am Herzen läge, den Hagenbach zu verhaften. Es lagen Beweise vor, dass dies am nächsten Tag passieren sollte. So war es mir möglich noch rechtzeitig am Ort des Geschehens auftauchen zu können. Ich nahm mir einen Führer - kein Wort verstand ich die Reise über - und erschien am Abend des besagten Tages auf einer Passhöhe weitab jeglicher Wohnstätten. Dort hatten die Aufständischen ihr Lager errichtet und von dort aus ging auch ihr Zug gegen den Vogt.
Es schien, als sei der Plan erfolgreich gewesen - zumindest in der Hinsicht, dass Peter von Hagenbach festgesetzt werden konnte. Alsbald begann auch ein Schöffengericht zu tagen. Damit doch alles den rechten Weg ging, bot ich mich als Gerichtsschreiber an. So konnte ich im Nachhinein den Kaiserlichen Beratern die Möglichkeit bieten, sich ein Bild der Lage im Breisgau zu machen.
Peter von Hagenbach wurde - posthum - zum Tode verurteilt und das Urteil von einem Eidgenössischen Henker vollstreckt.

Kolliostro, Kaiserlicher Schreiber, September 1474


Oschtere vierzeh'vieresiebz'g
So än huure Seich ...

Nei, nei un nonemol nei! Des hätt jetzt bigoscht it passiire sölle. So än huure Seich. Ä Dag vor em Änd vo dä Faschteziit, hä mer ins Münschtertal aabewelle, um alles parat z'mache für d'Verhaftig vum Haagebach. I bi grad unterwegs gsi un ha deshalb im Kornhuus z'Friiburg no ein gnoh, bevor I mim Holzer Urs, siim Kolleg em Schorsch un em Meyer Kilian richtig Horbe ufbroche bi um über de Lueginsland ins Münschtertal abe z'go. Zum Glück un Biergitt sei dank, hämmer sälle Weg gnoh, sunnsch wäre mer bös dra ane glaufe.

Im Münschterdal hän nämlig die Burgundische schoh gluuret un grad wo mer s'Dal ab hän go welle hä mer scho ghöret, wie d'Hookebüchse dunnderet hän. Viel debi kha hämer jo nit, aber mir hän jo denkt, das dört unte scho ä huffe Lütt wäre: Ämmedinger, Zähringer, Briisacher, Münschtertäler, Wysedäler, Eidgnosse, Lothringer un Lütt vo Basel, Chulmer, Stroßburg un Mühlhuuse. Aber nei, wo mer grad dehäre chömme, rennet üs scho dä Tscheule Hans-Friedle in d`Ärm. "Wo bliibe ner alli numme, si sin über üs cho! Nei hä nei! Wo sinn er numme alli blibe?" Do hä mer au it viel dr'zue sage chönne. Statt äm schwätze hän de Urs un d`Kilian mit dä Armbruscht zwei Andreas-Chrützer Löcher in d'Chuttle gmacht. Un I un dä Schorsch hän ä dritte, mit ä`re Mordaxscht hätte er noch äm Schorsch schla welle, zue de Düffzel gschickt un no ein abgstoche, dä grad an em Böhler Guschti sii Döchterle hätt ane welle. No hä'mer sell Böhler Annele un d'Tscheule gno un sin richtig Wiide dävo, weil mer ghört hän wie än ganze Huffe burgundische im Gsträuch gsi sin.

Grad churz vor äm Wiedener Eck chunnt üs dä Pius, d'Müllewirt, entgege gloffe.
"Jo, allmachts Ochs vo Todtnauberg, was chömme ner au so gruusig ghetzt dä Buggel ue?"
"Hä" sag I "un wo chunnsch Du so spot dähäre, un wo sin d`Walliser, d'Lais, d'Michel un s'Theres oder gar d'Sudd?"
"Gopfried Stutz di sin alli am chrampfe. I ha au no so ä huffe z'düe cha, I ha it früener chönne - aber wa bim Glöckner vum Münschter isch au bassiert?"
No, hä'mer'ems grad verzeelt - un alli si mer grad ä bitz druurig gsi.

D´Wuch druff bi ni grad am Ziischtig uff gheime Wägle über Gresge un Neuewäg go lüege gange, aber s'hätt it schö uusgsä. Zwar sin fascht alli mit äm Läbe dr'vo cho numme dä Schnuuri, dä Gülle-Sepple un dä Zundel-Muggi häts verdwütscht, aber Nü Lütt hocke itzät z'Briisach im Durm un 15 Wiiber un Maidle un Buebe hän si in d'Fron gno. Itzt, chochts erscht Rächt i mim Buuch. Itzt müess öbbis gho, so cha s'nit wiidersch gho. Wänn de Chaiser nütt macht, mün mir halt mache!

Verzehlt vum Petermann Schwarz uff siinere Reis durch d`Freignosseschaft ä Wuch noch sällem schwarze Samschtig.



Oktob'r vierzeh'dreyesiebz'g
's mache sich G'rüchte breit, dass d'Münschtertäler wied'r us ihre Löcher kumme und sich wied'r z'sammetue. 's hät scho g'heime Treffe mit'm Kilian Meyer gebbe diesmol in Much. Ab'r nach wie vor isch d'Hage'bach in Briisach un treibt sii Spiel mite Lütt. D'Freyg'nosse hän ab'r'it g'schlofe. Sie sin in ihre Häus'r gange und fange wiede'r's Schleife vu d'Waffe a. D'Münschtertälter werre'it allei dostehe!



Auguscht vierzeh'dreyesiebz'g
Mir sin alli nach Müttedorf g'seg'lt. Da ware au d'Lothringer un d'Rote Fauscht. Mit'ene häm'r ä großes Lager uffg'stellt un hän uff A'g'bote g'wartet.
Dert war so viel Volk unterwegs, mir glaube viele vu denne wusst gar'it was'e dert mache solle. D'Keiler ware au do. In'em Lager vu so ä Allianz. Bii dene im Lager häm'r au g'sucht und hän's Ceridische Artilleriefähnle troffe, mit welle m'r au zum Exerziere sin.
Nach ä paar Tag hätt's au ä riesige Schlacht gebe. 's wusst ab'r keiner genau warum. M#r sin emol hingange un hän uff dere Siit mit'kämpft welle's meischte Geld 'bote hätt.
D'Ivo und d'Kilian hän do viele Bildle g'molt. Selli findsch ab'r uff ä andre Siit.



Juley vierzeh'dreyesiebz'g
D'Petermann un d'Kilian sin uff'm Weg vu England z'ruck g'wä. Sie wollte sich mit'e and're Freyg'nosse treffe um nach Müttedorf z'fahre. Uff'm Weg hänse ä Nachricht g'hert, dass so ä Käpt'n Söldner sucht um ä Ba'bare'stamm well'r sich Orks nennt z'ruck z'treybe. Als se dert war'n hänse au gley in Sold trete könne. Ab'r 's ware key Ba'bare, 's ware Deybl mit grüne Haut un spitze Ohre d'rekt us d'r Hölle herkomme. Die hän's ganze Söldnerlager ussenand'rg'nomme un'd'Leut verschleppt un wollte se opfere. Em Petermann sey Platte isch nach em große Kampf nur emol in Fetze dag'hängt. 's war e bitt're Schlacht un fascht hätte'm'r se verlore. Ab'r 's isch nochemol guet gange un m'r sin mit e weng meh' Geld wiid'r g'wandert.



Mai vierzeh'dreyesiebz'g
De Sudd un d'Kilian sin irgendwo im Norde unterwegs gsii. S war ä Treffe mit'm Hauptma Gerhard vu d'Keyler plant. Selle kämpfe bei seller große Schlacht mit, welle im Sommer stattfinde soll. M'r werre vieliicht für'en kämpfe.



Oschtere vierzeh'dreyesiebz'g
D'Freyg'nosse mache ä Manöver uff d'Sauhütt im Wysethal. M'r hän au ä paar Lothringer Gäscht un welle vu d'Rote Fauscht d'biig'ha. Mit'ene Lothringer hän m'r jo au scho im Elsass z'samme kämpft.
Dert sin au so Leut gsii, welle für ä Ziitig schriibe. Die hän uffg'schriebe was m'r so mache un hän's bald druff in d'Schtädt vum Reych verzählt.
M'r hän au vu'ner Schlacht in'em ferne Land g'hert. Dert sollt m'r hi'geh, Geld verdiene un Leut kennelerne für unsri Sach.



Herbscht vierzeh'zweyesiebz'g
Seller Peter vu Hage'bach macht etz scho siit drey Johr d'Leut vu Briisach d'Hölle heyß. Siit'r vum Karl sellem Kühne s Schtädtli als burgundische Pfandschaft kriegt hät. Ab'r d'Leut in d'Waldstätt sin müd vum kämpfe. Deswege müss m'r and're Leut kennelerne, welle us helfe könnt, sellen Landvogt z'lidere. Selle G'waltig'l wolle m'r itmehr in d'Näh ha. D'Freyg'nosse werre's noemol wage un d'ey'fache Leut d'Freyheyt vu d'Adlige helfe z'kriege.
IT-Infos - Die Freigenossen in aller Welt -- letzte Änderung: 24.07.2011 -- wieder hoch